Virtuelle Fotografie - Fotos aus dem Computer

Virtuelle Fotografie. Mehr Gestaltungsfreiheit und Zeitgewinn für die Kommunikation in allen Medien. Von Keith Alan Koster, Creative Director Media VISTAPARK

Brillante Fotos, gestochen scharf, perfekt ausgeleuchtet, farbecht dargestellt - das wünscht sich jeder, der seine Produkte in Katalogen oder auf Webseiten darstellen möchte. Aber: Der Aufwand für professionelle Shootings ist bekanntlich sehr hoch. Zum Motiv passende Locations müssen gesucht und gefunden werden, oftmals muss eine gesamte Foto-Crew samt Equipment zum Ort des Geschehens gebracht werden. Dementsprechend teuer können perfekte Produktfotos sein.

Ein "virtuelles Foto", erzeugt am Computer aus original CAD-Daten. Weder die Tassen noch der Tee sind real. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Problematisch wird es, wenn ein Produkt noch gar nicht "real" existiert - und trotzdem schon aussagekräftige Fotos für das Marketing benötigt werden. Auch wird es schwierig, wenn ein Produkt in vielen unterschiedlichen Umgebungen dargestellt werden soll, z. B. ein Auto im Wald, in der Wüste, am Meer etc. Hier muss entweder das Produkt tatsächlich in verschiedenen Umgebungen fotografiert werden (was in vielen Fällen nicht immer realisierbar ist), oder es müssen aufwändige und kostspielige Retuschen in der EBV durchgeführt werden. 



Ein virtuelles Foto einer Lunchbox. Material, Farben, Glanz, Reflexionen - alles lässt sich im nachhineine noch verändern. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Im Gegensatz zur realen Fotografie findet die virtuelle Fotografie ausschließlich "im Computer" statt. Damit bieten sich völlig neue Möglichkeiten, was besonders die Produktfotografie betrifft.

Neue Gestaltungsfreiheiten, mehr Flexibilität, Kosteneinsparungen, Zeitgewinn

Die reale Fotografie, ob digital oder analog, braucht also Ambiente und vor allem ein real existierendes Produkt oder wenigstens einen Prototypen. Diese ganz natürlichen Voraussetzungen und Grenzen sind der virtuellen Fotografie vollkommen fremd. Sobald von einem Produkt die Konstruktionsdaten (zum Beispiel aus einem CAD-Programm) vorliegen, können davon virtuelle Prototypen erstellt und im Rechner dargestellt werden. Das reale Produkt muss also gar nicht vorhanden sein oder aufwändig real gebaut werden.



Ein virtuelles Foto eines Kochtopfes. Das Bildmaterial wird direkt aus den CAD-Daten des Herstellers gerendert. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Das gewünschte Ambiente und das entsprechende Licht wird einmal im virtuellen Studioset definiert und lässt sich anschließend immer wieder genau so oder modifiziert abrufen. Für Unternehmen, die von einem Produkt viele Varianten in Farben, Material oder Ausstattung anbieten, ist die virtuelle Fotografie ideal, denn jedes noch so kleine Detail lässt sich problemlos und immer wieder ändern oder hinzu fügen. Gleichzeitig rechnet sich der Einsatz von virtueller Fotografie deutlich besser, weil viele Kosten einfach weg-  oder nur einmal anfallen. Keine Studiomiete, kein Licht, kein Styling, keine Umbauten, kein Transport.



Sind die CAD-Daten des Herstellers erst einmal im Rendering-Programm geladen, kann nahezu alles verändert werden. Materialoberfläche, Licht, Blickwinkel. Nicht nur einzelne Gegenstände lassen sich virtuell Erstellen, auch komplette Küchen, Autos, Häuser, Yachten oder andere Objekte lassen sich umsetzen. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Weniger Termindruck, mehr Möglichkeiten

Bei Prototypen wird oft bis zur letzten Minute noch optimiert und variiert. Die virtuelle Fotografie verschafft Ihnen Zeit, denn im Rechner sind die Konstruktionsdaten gespeichert und die lassen sich quasi ohne Ende bearbeiten. Die Vorlaufzeit bis zur Druckvorlage wird also spürbar länger. Die logische Folge: deutlich mehr Gestaltungs- und Bewegungsfreiheit für die Produktion von Werbematerialien, die klassisch oder auf Messen oder im Internet veröffentlicht werden sollen.

Fallbeispiel: Solarien

Die Mehrmarkenstrategie ist für viele Firmen eine Möglichkeit, um wirtschaftlicher entwickeln und produzieren zu können. Typisch für diesen Markt ist, dass grundsätzlich eine sehr große Produkt- und Modellvielfalt erwartet wird, entsprechend vielfältig haben dann auch alle Kommunikationsmittel zu sein. Deshalb sind die Anforderungen an ein Produktshooting ebenfalls extrem hoch.

Ein gutes Beispiel für diesen komplexen Markt ist die JK-Gruppe aus Windhagen mit ihrer bekannten Solarien-Marke Ergoline. Jedes neue Sonnenbankmodell, Veränderungen bei Details, Farben oder Design haben bisher ein Fotoshooting, inklusive Studiomiete, Aufbau, Licht, Material und anschließender Bildbearbeitung verursacht. Besonders schwierig gestaltet sich jeweils die nachträgliche Anpassung der Perspektiven für neu eingesetzte Bildelemente. VISTAPARK hat hier für die JK-Holding ein Gesamtkonzept entwickelt, das bei der Umsetzung auf die Möglichkeiten der virtuelle Fotografie setzt. Ob Anzeigen, Displays, Flyer, Broschüren, Plakate, Messe, Internet - mit den Mitteln der virtuellen Fotografie lassen sich Produkte und Neuerungen im Rechner optimal „ausleuchten“ und fotografisch perfekt inszenieren.



Ein virtuelles Foto eines Solariums. Das Solarium samt Leuchtstoffröhren und Lichtreflexen ist im Rechner entstanden. Das Model hingegen ist real. So lassen sich jederzeit virtuelle und reale Bilder miteinander verbinden. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Entspannung im gesamten Pre-Press-Prozess

Sind die virtuellen Modelle erst einmal vorhanden, können sie immer wieder genutzt und aktualisiert werden. So entstehen hochwertige Produktaufnahmen, komplette Produktszenen oder auch interaktive Filme fürs Web. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Motiv in eine bestehende Bildserie zu integrieren oder eine neue Fotoauffassung zu entwickeln ist. Engpässe bei Neuentwicklungen werden relativiert, denn optimiert werden kann im Rechner quasi bis zur letzten Minute. Farbvarianten sind schnell umgesetzt, Freisteller einfach anzulegen. Insgesamt wird über die gesamte Druckvorstufe die maximale Qualität erreicht: Mehr Farbsicherheit, mehr Kontrolle, mehr Gestaltungsfreiheit. Virtuelle Fotos können in nahezu jedem Farbraum erzeugt bzw. ausgegeben werden - von Adobe-RGB bis hin zu ISOnewspaper.

Virtuelle Fotografie als Mittel der Marktforschung

Die Entwicklung und Markteinführung eines neuen Produktes kann sehr viel Geld verschlingen. Ein Flop kann ein Unternehmen in unvorhersehbare - nicht nur finanzielle - Schwierigkeiten bringen. Auch hier kann die virtuelle Fotografie Unternehmen einen enormen Vorteil verschaffen. Produkte können - bereits bevor sie zur Marktreife entwickelt sind - dem Kunden vorgestellt werden. Egal ob im Internet oder in Drucksachen, Unternehmen können dank virtueller Fotografie erste Reaktionen auf neue Produkte, Designs, Farben usw. bereits vor der Produkteinführung erhalten und ggf. noch Änderungen am Produkt vornehmen.





Ein virtuelles Foto einer Duschkabine aus Glas samt Ambiente. Das Ambiente lässt sich bequem verändern. Ebenso Farbe und Struktur der Fliesen, Belechtung, etc. Entsprechende Sets real aufzubauen wäre extrem aufwändig. Klick auf das Bild öffnet Großbildansicht.

Für welche Unternehmen virtuelle Fotografie interessant ist

Virtuelle Fotografie ist für jedes Unternehmen interessant, das ein vielfältiges Sortiment und hohe Ansprüche hat. Die Hoch-Glanz-Edelstahl-Serie von Kochtöpfen profitiert genauso wie die Gartenmöbel-Kollektion oder Lichtschalter-Varianten in allen Farben, Größen und Designs. Sehr gut geeignet ist die virtuelle Fotografie auch für Produkt-Isometrien, Makroaufnahmen von Funktionsmodellen und sogar komplette virtuelle Welten lassen sich einrichten und ausstatten. Was als Einzelmotiv fasziniert, lässt sich auch in Bewegtbildern und kompletten Filmen umsetzen. Auch lassen sich reale und virtuelle Fotos kombinieren, beispielsweise wenn menschliche Models in die Umgebung eingebaut werden sollen.

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Für Fragen zum Thema virtuelle Fotografie wenden Sie sich bitte an Keith Alan Koster, Creative Director k.koster@vistapark.de

Über VISTAPARK

VISTAPARK mit Sitz in Wuppertal erstellt bereits seit Jahren für Kunden virtuelle Fotos von Produkten und entwickelt sogar komplette virtuelle Marken-Welten. Die vielfach ausgezeichnete Agentur hat bereits über 70 internationale Designpreise gewonnen. Die knapp 30 Mitarbeiter beschäftigen sich nicht nur mit virtuellem Design, auch ganz reelles Produktdesign, corporate Design und weitere klassische Designleistungen zählen zum Portfolio der Agentur.

Mehr Informationen unter http://www.vistapark.de

Für Fragen zum Thema virtuelle Fotografie wenden Sie sich bitte an Keith Alan Koster, Creative Director k.koster@vistapark.de

Fotos: Copyright VISTAPARK 2010

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